Golf: Wie Man Effektiv Uebt

Golf: Wie man effektiv übt

Auch mit Übungsvideos, Trainerstunden, technischen Hilfen aus dem Golfshop, wird sich Ihr Schwung nicht wesentlich verbessern, wenn Sie nicht konsequent und wirkungsvoll üben. Konsequent deswegen, weil die Muskulatur nur durch ständiges Wiederholen und Üben ein Muskelgedächtnis anlegen kann. Und wirkungsvoll deswegen, weil Sie bewusst Energie in bestimmte Bewegungsabläufe fließen lassen.

Dieser Punkt ist, so einfach er auch klingen mag, einer, der leicht übersehen wird. Viele Golfspieler denken, wenn sie genügend Zeit auf dem Golfkurs verbringen, würde ihr Score besser. Leider ist das nicht notwendigerweise so. Um  besser zu  spielen, ist es wichtig, dass Sie Ihre Übungen genau so konzentriert und reglementiert absolvieren, wie das Spiel auf dem Kurs, wenn nicht sogar  mehr.

Üben gehört zum Golfspiel, wie die Wurmsuche zum Angeln, wenn an dieser Stelle ein profaner Vergleich gestattet sei. Routinen und gute Spielangewohnheiten erarbeiten Sie sich in den Übungsstunden auf der Driving Range und den Übungsgreens.

Üben Sie in drei Phasen:
- Aufwärmphase:
Viele denken, Golf sei nicht mit körperlicher Anstrengung verbunden, es sei nur spazieren und ab und an den Schläger schwingen. Die Schlagbewegung hat nichts mit unserer Tagesroutine zu tun und muss deshalb gesondert antrainiert werden. 

Speziell der Schultergürtel und die unteren Rückenmuskeln werden beim Golf besonders angestrengt. Sie verdienen also Ihre Beachtung und eine gezielte Aufwärmung durch Stretching. Beginne Sie mit dem Kopf und arbeiten Sie sich langsam dehnend bis zu den Füßen vor. Eine gute Flexibilität und völlige Bewegungsfreiheit sind das Ziel dieser Dehnungen. Wenn Sie von sich aus keine Dehnungsübungen kennen, fragen Sie Ihren Trainer oder einen Mitspieler nach ein paar Tipps.

- Auffrischungsphase
Nach dem Aufwärmen widmen Sie sich den Techniken, die Sie noch nicht richtig beherrschen und die dringend vor den nächsten Spielen verbessert werden müssen, das kann der Drive sein, das Chippen, auch das Putten.

Leider verbringen viele Golfer Stunden auf der Driving Range ohne auch nur einen Moment darüber nachzudenken, ob das Driving bei ihrem Golfen überhaupt das Problem darstellt. Haben Sie gewusst, dass 60 Prozent aller Golfschläge auf dem Green stattfinden?

- Ermüdungsphase
In dieser Phase gehen Sie die Schlagabläufe durch, die Sie gut beherrschen, aber noch einmal in Erinnerung rufen wollen, das können Schläge aus dem Bunker sein, aus dem Rough, Arbeiten mit der Wetch oder einem lange nicht mehr benutzen Eisen. In dieser Phase üben Sie Bewegungsabläufe, um deren Status quo beizubehalten.

Es ist auch denkbar, dass Sie nach der Auffrischungsphase auf die Driving Range gehen, um Ihren Drive zu stärken.

Letztlich noch ein paar gut gemeinte Ratschläge hinsichtlich Übung und Spiel:

- Damit Sie eine deutliche Verbesserung feststellen können, empfehle ich, verbringen sie zweimal soviel Zeit mit dem Training, wie mit dem Spiel an sich.

- Geben Sie Ihrem Körper ausreichend Zeit zwischen den einzelnen Übungsphasen. Es hat keinen Sinn, nach der Dehnungsphase völlig fertig zu sein. Ein völlig erschöpfter Muskel nimmt nichts mehr auf – ein erschöpfter Geist ebenso wenig.